perroCC Hundetrainerausbildung | Hundewissen - Hundetrainer Ausbildung bei perroCC

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Wissenswertes rund um den Hund


Wie lernt ein Hund?
Lernen
Lernen ist die Änderung von Verhalten und damit die Anpassung eines Lebewesens an seine Umwelt.
Lernen bedeutet, dass Verhaltensweisen um neue Elemente erweitert werden. Damit erhöhen Lebewesen ihre Überlebenschance. Erworbenes Verhalten ist das Verhalten aufgrund von Erfahrungen und Nachahmung. Hunde lernen situationsbezogen – sie lernen die Ausgangslage, die Hintergrundumstände, Ort, Zeit, anwesende Dinge und Personen, (Hintergrund-) Geräusche, Gerüche, die Vorzeichen, die Emotion und die Konsequenzen einer Handlung in ihrer Gesamtheit. Ansonsten kommt es - wie beim Menschen - auf den individuellen Hund und seine Rasse an, wie er lernt.

Voraussetzung für Lernen sind
• Motivation
• Lernfähigkeit (der Hund muss körperlich dazu in der Lage sein)
• Ein passendes Umfeld (ohne Stressoren, Ablenkung, Angst und so weiter)
Lernen
Unbewusstes Lernen findet immer statt. Hunde lernen, selbst wenn sie gerade nichts tun. Sie lernen, egal, ob wir ihnen gerade etwas beibringen (wollen) oder nicht. Und sie lernen unerwünschte Verhaltensweisen mindestens genauso schnell wie erwünschte.

Bewusstes Lernen braucht bestimmte Voraussetzungen: Lernfähigkeit (der Hund muss körperlich zum Lernen in der Lage sein), ein passendes Umfeld (keine Stressoren, Ablenkung, Angst und so weiter) und meist auch eine gewisse Motivation. All das beeinflusst die Fähigkeit, Informationen im Gedächtnis zu speichern und wieder abzurufen. Wie beim Menschen kommt es auf den individuellen Typ an, wie ein Hund lernt. Es ist von Hund zu Hund unterschiedlich und auch von Rasse, Alter und Lebensgeschichte abhängig.
Klassische Konditionierung
Klassische Konditionierung: Alles (nahezu) gleichzeitig Erlebte wird verknüpft.
Klassische Konditionierung ist die einfachste Form des Lernens und geschieht unbewusst. Sie ist eine der wenigen Lernformen, die ohne Motivation auskommt. Sie geht zurück auf den Forscher Iwan Pawlow (1849-1936). Pawlow stellte fest: Zeigt man einem Hund Futter, so beginnt er zu speicheln. Ertönt immer direkt vor dem Auftauchen des Futters ein Glockenton, so führt irgendwann bereits allein der Glockenton zum Speichelfluss.
Fakulkatives Lernen
Hierunter fallen die Kommunikation mit Menschen, alle Dressurakte, Hundesportarten und so weiter. Fakultatives Lernen ist die Kür. Kein Hund muss „Fuß“ gehen oder „Toter Hund“ spielen können, um zu überleben, aber es bringt Vorteile und erleichtert somit das Leben. Fakultatives Lernen basiert vor allem auf individueller Neugierde und verbessert die Anpassung an die Umwelt.
Obligatorisches Lernen
Das ist lebensnotwendig für alle Lebewesen, die überleben oder sich fortpflanzen wollen. Durch diese Art des Lernens wird das artspezifische Verhalten erst möglich. So muss ein Hund die hundliche Körpersprache erlernen, um mit Artgenossen kommunizieren zu können. Hat ein Hund keine Möglichkeit, die obligatorischen Verhaltensweisen zu erlernen, so können Verhaltensstörungen die Folge sein (Spielverhalten, Beißhemmung, Drohgebärden).
Observation
Lernen durch Beobachtung und Nachahmung anderer Individuen, ihrer Bewegungen und Interaktionen. Der Hund beobachtet einen anderen zum Erwerb neuer Verhaltensweisen. Meist beobachten Welpen die Elterntiere oder andere erwachsene Hunde. Junghunde beobachten das Kampf -, Geruchs- und Markierverhalten der erwachsenen Rüden.
Prägung
Bestimmte Verhaltensweisen werden in recht frühen Zeitfenstern der Entwicklung eines Welpen, den „sensiblen Phasen“ erlernt. Prägung ist schnell, fundamental wichtig und nicht nachholbar. Hier bewirkt eine kleine Menge Informationen in einem kleinen Zeitfenster (sensible Phase) sehr anhaltende Effekte.
In der frühen Entwicklung des Hundes finden intensive, sehr effektive Lernvorgänge statt. Sie haben keine unwiderruflichen und unumkehrbaren Folgen, sind aber beim erwachsenen Hund nur noch langsam und mit viel Aufwand zu verändern oder zu hemmen.

Ein Welpe kann auf Orte, Gerüche, Futter, Objekte, Artgenossen, andere Lebewesen und mehr geprägt werden. Selbst die sexuelle Prägung erfolgt recht früh, wenn die Jungtiere noch lange nicht zu sexuellen Handlungen bereit sind. Nur so können sie später ihre Sexualpartner erkennen. Die sensiblen Phasen dafür sind meist recht kurz (wenige Wochen) und genetisch festgelegt. Innerhalb dieser Zeit werden Umweltreize dauerhaft und tief im Verhaltensrepertoire verankert.
Online-Kurs Hunderassen mit Test
Dieser Kurs ist noch im frühesten Anfangsstadium und weit weg von vollständig oder gar perfekt. Da während der Corona-Krise kein Hundetraining in der Gruppe stattfinden konnte, wollten wir die Gelegenheit geben, wenigstens in der Theorie am Ball zu bleiben. Also veröffentlichen wir nun das, was wir bis jetzt vorbereitet haben. Viel ist es (noch) nicht, aber ein bisschen Abwechslung bietet es und dazu lernen kannst du auch noch etwas.

Übrigens: Du wirst von uns - außer für die Zugangsdaten - keine nervigen Emails erhalten.

In dem Kurs kannst du sogar dein Wissen testen. Viel Spaß dabei :-)

Liebe Grüße,
Snezi & Marion
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Passgang Hund
Rute des Hundes
Klassische Konditionierung
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